Mittwoch, 25. August 2010

DJ neroDOLL

And the winner is...
*Trommelwirbel*
TOUBY!!!!
*SchlagaufsSchlagzeugBecken*
Er hat es fast genau auf den Punkt gebracht.
Ganz genau wäre es "Chinatown Kuala Lumpur aus der Sicht einer Ratte" gewesen.
Touby, der glückliche Gewinner, kann sich an folgende Adresse, von eben einem der Schweigenden, wenden um das Geld für seine Reise nach China entgegen zu nehmen.

*Vom Autor entfernt!*

Der Sponsor freut sich auf dich!

Alle Resultate der Session gäbe es übrigens hier zu sehen (wenn dann der Remo endlich seine heraufladen würde):
http://firstiwasblind.ch/malay_rats/
(einfach Login klicken, ohne Passwort)

Und jetzt zu was komplett anderem.
Der folgende Bericht ist etwas riskant für mich und das Bild, dass ihr von mir habt. Den mit folgender Schilderung riskiere ich Punkte zu verlieren, die ich mir mit Mühe angeeignet habe. Wahrscheinlich werdet ihr enttäuscht sein und denken, "nein, doch nicht der Marco", und doch muss ich hier dieses Geständnis niederlegen, meine Seele bereinigen, mein erlebtes irgendwie teilen, auch wenn ich dadurch Respekt und Achtung verliere.
Bereit?
Los!

Letzten Samstag, wage ich zu behaupten, habe ich die schönste Frau auf Erden gesehen!
Zugegeben, es war Alkohol im Spiel.
Zugegeben, sie hatte einen Bonus, den sie war DJ und verfügte somit über den "DJ-Bonus".
Und trotzdem, ich war hin und weg und über alle Berge.
Wir tanzten, bis wir direkt vor ihren Drehtellern waren.
Ihre Musik liess einem nicht still stehen.
Obwohl, sie hätte wahrscheinlich Musikantenstadl auflegen können und ich hätte es abartig geil gefunden.
So bewegten wir uns rhytmisch zu ihren Musikwellen, bis sie ihre Kopfhörer hinlegte und ihre Platten einsammelte.
In der Annahme, dass sie durch ein Hintertürchen verschwinden würde, wendete ich mich von der Bühne ab. Enttäuscht über das Ende des Augenfeuerwerks.
Und dann plötzlich huschte sie hautnah an mir vorbei und da kreuzten sich unsere Blicke.
Sie lächelte mich an.
..
...
....
Um ein Haar wäre ich da in Ohnmacht gefallen. Ich muss ausgesehen haben, wie einer der unglücklicherweise gerade den Kopf in die Kircheglocke steckte, wo diese anfing zu schlagen. Sprichwörtlich gab es mir den Gong!
Ich konnte nicht mehr aufhören vor mich hin zu lächeln.
Zu diesem Zeitpunkt hätte man mir Pfefferspray direkt unters Augenlid sprayen, mich an den Grännihaare aufhängen, mein Sack als Boxsack verwenden, sprich die Welt unter gehen können, mein Lächeln wäre durch nichts zu verderben gewesen.
Seither weiss ich, den Himmel und seine Engel gibt es! Und irgendwie ist alles gut!
Jetzt ist es auch offiziell bestätigt, dass ich ein einfach gestrickter Mann bin, der sich von hübschen DJs blenden lässt.
Und sollte ich einmal einen scheiss Tag haben, wo alles schief läuft und sich das Glück gegen mich gewendet zu haben scheint, dann weiss ich nun, an was ich da denken werde.
DJ neroDOLL!


Samstag, 21. August 2010

Rat mal!


Schaut euch das obenstehenden Bild mal an.
Was kommt da in euch hoch. Galle? Heimatgefühle? Hunger? Abscheu? Geborgenheit?

"First I was blind" war mal wieder unterwegs.
"First I was blind" der Name der Gruppierung bestehend aus mir, Remo Tschuy und Simon Hefti. Notiert euch den Namen schon mal, speichert ihn in einer freien Ecke im Hirn, denn der wird noch zu reden geben (auch Überheblichkeit soll gelernt sein).
Wie auch immer.
Wie auch immer übersetzt sich übrigens auf chinesisch wie folgt:
Ai ni ma, shei shei shei!
Was so viel heisst wie:
Liebe deine Mutter, wer wer wer!
So viel zu dem Thema. Ich lass es euch wissen, wenn ich die Chinesen begriffen habe.
Eben, ai ni ma, shei shei shei, zwischendurch, wenn wir zu Dritt unterwegs sind, geben wir eine "Session". Das heisst, wir als ambitionierte Hobbyfotografen bestimmen ein Thema und dann wird der Auslöser gedrückt, bis das beste Foto im digitalen Kasten ist.
So geschehen in Kuala Lumpur, Malaysia.
Das Thema war... ah ah ah, eben, da wurmt mich der Apfel.
Mich nimmt es Wunder, ob es an Hand der Fotos für Drittpersonen möglich ist, das von uns vorgegebene Thema herauszufinden.
Darum, hier sind meine Fotos.
Und jetzt rattet mal drauf los. Schmeisst eure Ideen in den Kommentar, schleudert es mir auf meine Email (marco@firstiwasblind.ch), oder knallt es auf mein Handy.
Der Hauptpreis ist eine Reise nach China, all inclusive!
Und diejenigen die schweigen bezahlen dem Gewinner die Reise.
Also HÜÜÜÜÜ!!!

Tipp 1: Für alle scheuen unter euch, Kommentare kann man auch Anonym abgeben.
Tipp 2: Mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen im Text, der euch auf die richtige Fährte lockt.








Sonntag, 15. August 2010

I got hooked!

Shit!
Ihr habt es vergessen!
Ich habe es vergessen!
Wir alle haben es vergessen!
Verdammte Sch*****!!!

Nein, nicht so schlimm. Gibt schlimmeres. Sehr sehr ziemlich sicher viel Schlimmeres.
Aber eben, mein 1 jähriges Jubiläum ist durch. Am 3. August war es soweit. Ich weiss nicht einmal mehr was für ein Tag das war, so wichtig war es mir.
Aber gestern wurde mir die ganze Sache irgendwie bewusst. Denn gestern habe ich einen richtigen Traveller kennengelernt. Und wir haben ein wenig philosophiert. Momentan eignet es sich hier ausserordentlich zum philosophieren. Zu heiss für grossartige Sprünge, genau richtig zum still sitzen.
Er, ein Bergsteiger der üblen Sorte, schon Jahre unterwegs, schreibt zwischendurch mal Artikel für Magazine, macht Fotos, sucht Sponsoren und zieht weiter.
Aber Asien hat es ihm angetan. Schon Jahre lebt er hier.
Dann die Frage an mich, wie lange ich schon hier sei. Da fiel der Räppeler im Kopf. "Ein Jahr... Ah ja, genau ein Jahr, HA!"
Ob ich die Schweiz vermisse, fragte er mich.
Und da stolperte die Nadel in meinem Kopf kurz über den Plattenrand.
Hier möchte ich nun meinen Gedankengang in dieser etwas längeren Gesprächspause wiederlegen.
Ich war versucht zu antworten "Nein, eigentlich nicht!" und ich glaube ich habe auch so angefangen um Zeit zu gewinnen. Aber die Antwort wäre so blutt zu brutal gewesen und ich hätte sofort ein schlechtes Gewissen, der Schweiz, so wie meiner geliebten Familie und den besten Freunden gegenüber.
ABER!!! Ich glaube ich habe darauf genau den richtigen Satz zusammen gestagelt, der eigentlich all das auf den richtigen Punkt bringt, und der funktioniert leider irgendwie nur auf English:
At the moment, I wouldn't wanna be anywhere else but here!
Dieser Satz fasst so ziemlich mein ganzes letztes Jahr zusammen und bringt die Gefühle auf den Punkt und sollte, so meine ich, niemanden verletzen.
Er meinte darauf "Congratulations my friend, so you got hooked!"
Seiner Meinung nach sei man nach einem Jahr über dem Berg, da habe man die härteste Zeit ausgestanden, das Zuhause schon mal so richtig vermisst und wenn man diese Zeit durch hat und es einem gut geht, dann geht man höchstwahrscheinlich nicht mehr zurück.
Dies seine Meinung.

Das gab mir zu denken.
So sehr, dass ich es gerne mit etwas heruntergeschüttet hätte. Leider wurden wir dann nach Hause geschickt. Der Blick auf die Uhr sorgte für Verwirrung, da es erst 1 Uhr morgens war. Aber heute ist "National mourning day". Eine Schlammlawine hat über 1000 Menschen unter sich begraben in der Gansu Provinz, deshalb sind heute alle Fernsehsender abgeschaltet, alle Bars geschlossen, in Gedenken an die Opfer.
Ein sehr tragisches Geschehnis, dass eine Gedenkzeit verdient.
Und doch hange ich momentan nur an einem Hirngespinst:
I got hooked!
Das gibt mir wirklich zu denken...

Sonntag, 8. August 2010

Ruishi de gege zai Beijing

Eben...
Und nach all den untenstehenden Highlights, hat es dann das erste Familienmitglied nach Beijing gewagt. Dazu gesellte sich noch sein süsses Zuckerspätzli, und so durften die zwei Turteltauben Hand in Hand die Stadt unsicher machen. ;-)
Das ganze hat begonnen mit einem Hammer. Mit einem Vorschlaghammer an überwältigender Hitze!
Am ersten Tag entschieden wir, etwas ganz traditionell chinesisches zu unternehmen. Wir wollten einen Drachen steigen lassen. Der Wind dafür, vorhanden. Die Hilfe von ein paar alt- eingesessenen Chinesen, bereit. Die Euphorie, gross.


Am End war der Drachen in der Luft. Dieser zog so brutal an seiner Leine, dass man das Gefühl entwickeln konnte, er möchte fliehen. Als ich nach 10 minutigem Kampf diesen Saudrachen immernoch nicht wieder am Boden hatte, war ich gerade bereit seinen Wunsch zu erfüllen, als er sich doch noch entschied abzustürzen.
Er hat knapp überlebt. So wie wir auch. Allerdings war unser Problem die Hitze. Diese liess uns das ganze aufgesaugte Meer aus Komodo, gleich wieder hinaus schwitzen. Wie ein Schwamm an der Sonne, vertrockneten wir langsam dahin.
Die Woche blieb so, teilweise mit Nächten über 30 Grad. Doch liessen es sich die Besucher nicht nehmen, jeweils auf eigene Faust die Stadt zu erkunden, währenddem ich in der Botschaftsmine, angescheffelte Kohle abfertigte.

Und zu so einem richtigen Besuch in Beijing, gehört nebst der Peking Ente und einem Salut an Mao, natürlich ein Besuch auf der Mauer.
Da diese lang ist, und vielerorts sich durchschlängelt, entschieden wir uns ein Stück zu erklimmen, wo nicht schon jeder zweite Chinese ein Glacé oben gekauft hat. Mit noch zwei weitern Freunden machten wir uns auf nach Jiankou.
Gemäss Lonely Planet sollte es ein Aufstieg von 40 Minuten werden. Diese Meinung wurde bereits am Fusse des Berges von einer Chinesin dementiert. Die schaute uns an und meinte, ihr habt 1 Stunde, wenn ihr gut seit, sonst anderhalb. Wir haben uns zwar für die Auskunft bedankt, aber hinter ihrem Rücken darüber gelacht.
Wir sollten eines Besseren belehrt werden. Der Aufstieg führte durch ein Dschungel-Stück, das genau so gut irgendwo auf Borneo hätte sein können. Mit allem was dazu gehört. Um die Birne surrende Rieseninsekten, viel Lärm von unbekannten Tieren und ich behaupte einen Steinbock gesehen zu haben, wobei meine Kollegin meint, sie habe einen Wolf gesehen. Dummerweise keine Zeugen weit und breit.
Man hat darüber diskutiert, ob es auf Halluzinationen der Hitze zurück zu führen sein könnte. Obwohl ich dies vehement dementiere, wäre es durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Denn auch bei diesem Aufstieg, blieb des Schweises wegen nichts trocken.
Im Dilirium kam unsere Gruppe gerade noch so just in der Verlängerung der angegebenen Zeit oben an.
Belohnt wurden wir aber mit einer Aussicht, die Seinesgleichen sucht.
Und auch hier wurden wir zu Cabriolen empor gehoben.


Bei unteren Bild muss allerdings gesagt sein, dass der Bruder da betrügt. Der hat irgendein Trick herausgefunden, wie man sich am Bilderrahmen festhalten kann. Fräche Hagel!

Der Entscheid, ob Beijing auf einer Romantik-Skala, gar Paris zu verdrängen mag, sei meinem Bruder RemoNemo und der Sara überlassen. Die beiden sind auf jeden Fall noch zusammen, und sind auch ohne Scheissereien nach Hause zurück gekehrt.
Die Begeisterung war gross, vielleicht haben sie mich diesbezüglich auch gekonnte belogen, aber in einem bin ich sicher. So viel wie mein Bruder an Essen reingeschoppt hat, kann von der kulinarischen Seite nichts bestritten werden. So auch nicht vom anderen reinschoppen. Den beide Besucher liessen schneidern, was die Naht hält. Und vom Sightseeing her, hat eine Woche auch nicht gereicht um die ganze Palette zu bestaunen.
Von dem her, Peking ist meines Erachtens eine der attraktivsten Städte geworden überhaupt.
Remo und Sara wissen dies nun.
Jetzt muss es nur noch die Welt schnallen!

Donnerstag, 5. August 2010

Batu Bolong


Batu Bolong!
Eine Legende unter allen Divespots.
Dabei ist es nur eine Steinspitze, die aus dem Meer ragt.
Dies jedoch an einer Stelle, wo das Meer seine Launen kaum unter Kontrolle halten mag und eine Strömung ihre Stärke zeigt, wie der Athlet beim Gewichte heben um die Goldmedaille.
Die Wassermasse prallt an den Stein, spaltet sich dort auf beide Seiten, zieht, wirbelt und reisst herum um etwas weiter vorne wieder zusammen zu kommen.
Im Schatten dieser reissenden Masse, ein Platz der idylischer nicht sein könnte. Und da geht man tauchen.
Wildwassermässig geht es an der Oberfläche zu und her. Gar das grosse Boot kann diesen Verwirbelungen nicht recht stand halten und wird herum gerissen, wie es den Launen des Meeres passt. Wirbel zieren die Wasseroberfläche, welche androhen einem in die Tiefe zu ziehen.
Falls man in der Strömung endet, wo man dann landet, frage ich.
Wenn überhaupt, dann irgendwo in Australien, kommt die Antwort.
Doch kaum ist der Kopf unter Wasser, ist die Gefahr vergessen. Auf Anhieb sieht man unzählige Fische in den verschiedensten Variationen. Ein grosser Napolensfisch kommt neugierig vorbei schauen, scheinbar stolz uns als erster entdeckt zu haben. Eine Schildkröte fordert mich zum Tanz heraus. Und auf knapp 30 Metern Tiefe setze ich meine Hand, zuerst unbemerkt, neben einem kleinen Haifischbaby auf, dass sich unter einer Koralle versteckt hält.
Einzig das laute Knistern ist auffallend. Von diesem wurden wir gewarnt. Es klingt wie frische Rice Crisppies in der Milch und sollte es markant lauter werden, sei man zu nahe an der Kante zur reissenden Strömung.
Doch im Schatten des Batu Bolongs lassen einem die Farben und das Fischgetummel den vorangegangenen Nervenkitzel komplett vergessen.

Wie schon erwähnt, hat Komodo auch überwasser einiges zu bieten.
So liessen wir an unserem letzten Abend auf dem Boot, in einer Bucht umgeben von einem Mangroven Dschungel, den Anker hernieder und warteten auf ein Naturspektakel, wie uns angekündigt wurden.
Nachdem sich die Sonne im farbenprächtigsten Sonnenuntergang einkuschelte, machten sich plötzlich aus dem Dschungel etliche Fledermäuse hinaus auf die Jagd.
Aus diesen etlichen, wurden Hunderte.
Aus diesen Hunderten, wurden Tausende.
Und aus den Tausenden, wurden Millionen.
Für sicherlich 20 Minuten, war der Himmel zugedeckt von unzähligen Fledermäusen, die aus ihrem Schlaf hinaus flogen um das Leben von Fliegen und sonstigem Ungeziefer schwer zu machen.

Zum krönenden Abschluss folgten ein paar Tage in Kuala Lumpur.
Ich bin absolut vorbelastet, was diese Stadt betrifft. Wie ein zweites (oder mittlerweile drittes?) zu Hause kommt sie mir vor. Und es ist schön zu sehen, dass sich diese Stadt, in 4 Jahren nicht unerkennbar verändert hat.
Okey, das Guesthouse in welchem ich lange Zeit hauste ist mittlerweile zu einem Puff verkommen, und die Taxifahrer sind noch viel die übleren Abzocker geworden, aber die Kanten und Rundungen der Stadt sind die gleichen geblieben und das Tiger Beer bleibt brüllend gut.
Alle reden immer von Bangkok, Shanghai, Hong Kong und Peking. Vergesst dies!
Geht nach Kuala Lumpur. Denn nirgends issts es sich so gut beim Inder in der Theke, trinkt es sich so gemütlich beim Muslim um die Ecke, geniesst sich das Bier so gelassen beim Chinesen über die Strasse, oder gibt es so viel Stuss zu besprechen wie beim Buddhisten im Taxi.
Somit vermochte auch diese Stadt ungenierte Gesten aus uns heraus zaubern und neue Freunde finden.



Selamat jalan Kuala Lumpur!

Dienstag, 3. August 2010

Dive Komodo

We go on three!
One, two... and three.Und auf einen tiefen Atemzug, betraten wir eine völlig andere Welt.
Das erste was ich sah, waren blauen Partikel, die grell leuchtend mir um die Ohren flogen. Dann tauchten aus der düsteren Tiefe langsam die Ecken und Kanten eines grossen Gesteins hervor.
Wir betauchten den "Cannibal Rock"!
Dieser Spot hält, was sein Name verspricht. Absolut unverwunderlich wäre es da, wenn aus dem Nichts ein prähistorisches Uhrviech vor einem auftauchen würde. Die Gegend zeigt sich unter- aber auch über Wasser so, wie sie vor 100'000 Jahren gewesen sein musste.
Nicht nur den Namen, und das kalte Wasser liessen diesen Ort unvergesslich werden für uns, sondern auch die anzutreffenden Tiere.
Ein Etwas, das wie ein umgedrehter Seeigel aussah, vorwärts bewegend auf seinen Stacheln, und mit einem Lichtspektakel auf dem Rücken, welches selbst eine Show von "Muse" in schwitzen bringen würde.
Ein sogenannter Tuttelfish, der vor sich hinschwebt, wie eine Luftmatraze mit Flügelantrieb und sich dabei noch kamäleonartig der Umgebung anpassen k0nnte.
Und der Star in der Unterwassermanege, ein hochschwangeres Seepferdchen.
Dieses munzige Ding, etwa so gross wie ein Fingerbeeri, wurde so manchmal von uns Tauchern abgeblitzt, dass es wahrscheinlich nun keine Sehnerven mehr hat, oder diese vielen Kinder, die es im Bauch tragen muss, allesamt blind auf die Welt kommen.



Dies Einer im Topf von vielen weltberühmten Tauchecken, die wir in unserer Woche auf den Meer in Komodo erleben durften.
Millionen von Fischen haben wir gesehen und quasi bei jedem Tauchgang mindestens ein Hai. Dazu gesellten sich Eagle Rays, Mantas, Steinfische, Napoleonfische, kleine Kracken, Muränen, Aale, Triggerfische und unzählige andere, deren Namen ich schon wieder vergessen habe.
Das Tauchen nicht immer einfach und teilweise gar abenteuerlich, da Komodo von heftigen Strömungen heimgesucht wird. Strömung die reissen können, wie eine Aare nach dem Gewitter. Leider nicht nur in die horizontale. Aber mit unserem erstklassigen Guides, konnten wir nur das Beste geniessen.



Ein hübscher Nebeneffekt bei Tauchferien auf dem Boot: Das Leben auf dem Meer. Das erste was man am morgen sieht: das Meer. Das letzte was einem am Abend in den Schlaf wiegt: das Meer. Wenn durch den Tag die Fische Unterwasser mitreisen, sind es am Abend die unzähligen Sterne, die bis an den Horizont sich drehen. Das Telefon hat kein Signal und in einer Woche, setzten wir gerade mal zweimal Fuss auf Festland. Eine dieser Strandungen, um wahrscheinlich einer der schönsten und kitschigsten Sonnenuntergänge bestaunen zu gehen. Derart schön, dass dieser schauspielerische Meisterleistungen aus uns heraus lockte.
In der Reihenfolge:
Zunge zur Nase, sehnsüchtig, cool, lachend, möngu und Sonnenuntergang.



Jetzt ist bereits vieles geschrieben und ich könnte für jeden der 20 Tauchgänge ganze Blogeinträge füllen. Und dann hätte ich immernoch nichts erzählt, vom anschliessenden Kurztrip nach Kuala Lumpur, oder vom ersten familiären Staatsbesuch in Beijing.
Für heute aber sind die Flaschen leer, später folgt mehr.