Karaoke, kennsch?
Wer schon nicht. Karaoke gehört zu Asien, wie die Aschewolke zu Europa.
Well, mit meinen 8 Monaten Peking auf dem Buckel, habe ich es quasi Jahre geschafft diesem Freizeitvertreib fern zu bleiben.
Jetzt aber, BÄM!!! Volle Wucht und gleich zweimal, an nur einem Wochenende.
Und zum ersten kam das ganze sehr unverhofft.
Am Freitag wurde ich förmlich dazu genötigt, meine leichter Siech im Kopf schamlos ausgenutzt. Ja um halb 5 in der Früh kam plötzlich diese Idee wie aus der Aschewolke vom Isländer geschossen und im nächsten Moment fand ich mich in diesem geschlossenen Raum wieder, vor mir die Zeilen von Frank Sinatras "New York, New York" und einem versifften Mikrofon in der Hand.
Mein Alkohol-Helm muss grösser gewesen sein, als da noch von mir vermutet, denn wahrhaftig ist es mir gelungen, diese Melodie, diese weltberühmte, unvergessliche, zugängliche und simple Melodie, die man heut zu Tage einfach so in den Genen parat hat um loszusingen, zu verbocken.
Start spreading the news, I'm leaving today... oh ja, bitte bitte, wir zahlen auch dass du gehst!
Am Samstag dann, immernoch heiser vom Stimmbänderstreching zur frühen Morgenstund, der zweite Anlauf.
Wo wir am Freitag noch in einem heruntergekommenen Wohnblock mit dem Namen "PartyWorld" vor uns hinsäuselten, besuchten wir am Samstag den Oberschlitten was pekinger Karaoke betrifft. Der Name davon ist mir jetzt gerad entfallen, aber der Schriftzug war pink, so sagen wir einfach, wir besuchten "Pink Karaoke"!
Beim betreten fühlte es sich eher an, wie ein Mega-Kino-Komplex. Überall futuristische Beleuchtung, der Geruch nach Popcorn und die pekinger Jugend, darauf wartend ihrem Samstagabend etwas Würze zu verleihen.
Wieso gibt es das eigentlich in der Schweiz nicht? Zum Beispiel im Westside? Oder im Ryfflihof?
Denn, man möge es kaum glauben, aber es hat was dieses Karaoke!
Okey, der eint oder andere unter euch wird nun denken, wer an ein Backstreet Boys Konzert geht, der hat sowieso ein etwas anderes ... öhm... Empfinden allgemein. Und doch bin ich überzeugt, wenn die Gruppe stimmt, man diesen Raum mit der wilden Beleuchtung betritt, dass Mikrofon in die Hände gedrückt bekommt, einen Song auswählt der einigermassen im singbaren Bereich liegt (oder es erlaubt eine Oktave tiefer zu singen), die unzähligen Boxen vor einem zum Leben erweckt werden und man je nach Schnulze noch ein paar schöne Bilder der Schweizer Berge als Videoclip vorgeführt bekommt, dann würdet auch ihr eure Hemmungen frühzeitig ins Bett schicken und euch die Seele vom Leib johlen.
Aber ihr habt Angst alleine zu singen? Pah, das ist keine Ausrede. Es hat mehrere Mikrofone, und sowieso singen alle mit. In diesem Raum ist man kein Solist, sonder Mitglied eines Chors.
Die Chinesen sind übrigens Naturtalente in dem, die singen einfach und sie singen gut. Hut ab und Applaus-mässig gut.
Darum liebe Freunde, singt. Singt was das Zeug und eure Stimme aushält. Macht es wie all die unzähligen Disneyfiguren, oder wie die bereits vergessen Musicstars, oder wie die etlichen besoffenen Fans, den eines haben die alle gemeinsam, in dem Moment wo sie singen, sind sie alle glücklich.
Mittwoch, 21. April 2010
Freitag, 16. April 2010
Puma, COME ON!
Die Chinesen sind Sprachspezialisten.
Langsam aber sicher bin ich richtig angetan davon.
So kompliziert es jeweils klingen mag, irgendwie steckt Logik dahinter.
Zum Beispiel das Verb "wandern", welches sich aus "erklettern" und "Berg" zusammensetzt: pá shan.
Oder "telefonieren", bestehend aus "werfen", "elektronisch" und "Wort": da dian hua!
Wie stehts mit "Kino"? "elektronisch" und "Bild": dian ying
Dann doch lieber "Disco"! "Nacht" und "Shop": ye dian
Und an der WM heisst dann wieder, Schweizer Nati "GEBT GAS!", "hinzufügen", "Öl": JIA YOU!!!
Kommt es zu Wörtern mit globalem Bekanntheitsgrad, die irgendwie ähnlich klingend ins chinesische übernommen werden sollten, übertreffen sie sich selber.
Hier ein Auszug:
Sandwich / sān míng zhì
Subway / sài bǎi wèi (bedeuted ungefähr "besser als hundert Geschmäcker")
McDonalds / mài dāng láo
Coca Cola / kě kǒu kě lè (heisst in etwa übersetzt "guter Geschmack")
Chocolate / qiǎo kè lì
Hamburger / hàn bǎo
Salat / shā lā
Mango / máng guǒ
Litschi / lì zhī
Rolex / lāo lì shì
(Mercedes) Benz / Bēn chī (heisst passenderweise "läuft schnell")
und mein Liebling:
Pizza / pī sà

Aus dem Bild schliesse ich nun, dass dies kein Schreibfehler, oder gar, Gott behüte uns, eine Fälschung ist, sondern "Puma" verchineschisiert schlicht "Pamu" heissen könnte.
Also, wirf mir mal ein elektronisches Wort zu, wenn du mit mir den Berg erklettern möchtest, und sonst schauen wir mal wieder ein elektronisches Bild zusammen , oder treffen uns später im Nachtshop!
PAMU, FÜG MAL ÖL HINZU!!!
Langsam aber sicher bin ich richtig angetan davon.
So kompliziert es jeweils klingen mag, irgendwie steckt Logik dahinter.
Zum Beispiel das Verb "wandern", welches sich aus "erklettern" und "Berg" zusammensetzt: pá shan.
Oder "telefonieren", bestehend aus "werfen", "elektronisch" und "Wort": da dian hua!
Wie stehts mit "Kino"? "elektronisch" und "Bild": dian ying
Dann doch lieber "Disco"! "Nacht" und "Shop": ye dian
Und an der WM heisst dann wieder, Schweizer Nati "GEBT GAS!", "hinzufügen", "Öl": JIA YOU!!!
Kommt es zu Wörtern mit globalem Bekanntheitsgrad, die irgendwie ähnlich klingend ins chinesische übernommen werden sollten, übertreffen sie sich selber.
Hier ein Auszug:
Sandwich / sān míng zhì
Subway / sài bǎi wèi (bedeuted ungefähr "besser als hundert Geschmäcker")
McDonalds / mài dāng láo
Coca Cola / kě kǒu kě lè (heisst in etwa übersetzt "guter Geschmack")
Chocolate / qiǎo kè lì
Hamburger / hàn bǎo
Salat / shā lā
Mango / máng guǒ
Litschi / lì zhī
Rolex / lāo lì shì
(Mercedes) Benz / Bēn chī (heisst passenderweise "läuft schnell")
und mein Liebling:
Pizza / pī sà
Aus dem Bild schliesse ich nun, dass dies kein Schreibfehler, oder gar, Gott behüte uns, eine Fälschung ist, sondern "Puma" verchineschisiert schlicht "Pamu" heissen könnte.
Also, wirf mir mal ein elektronisches Wort zu, wenn du mit mir den Berg erklettern möchtest, und sonst schauen wir mal wieder ein elektronisches Bild zusammen , oder treffen uns später im Nachtshop!
PAMU, FÜG MAL ÖL HINZU!!!
Samstag, 10. April 2010
Some heavy "Rear cleansing"
Wie versprochen, hier der Beitrag zum prägnantesten Erlebniss in Shanghai.
Aber zuerst möchte ich euch noch diejenige welche vorstellen, die mich in dieser Stadt beherbergt und herumgeführt hat.
Applaus füüüüüüüüüüür: Isabel Götz!!!
Ja, ist schon so, ich suche immer die besten Bilder der Hauptdarsteller aus für "Helvetia blogs Konfuzius".
So, und nun zum Haupthema.
Definitiv empfehle ich euch eine Reise nach Shanghai. Aber dann müsst ihr in den Flaschenöffner. Ins Park Hyatt Hotel. Und dört geht ihr in die Bar. Trinkt etwas das harndrangbeschwörend ist. Und danach müsst ihr mal.
Wehrt euch nicht. Nein, fühlt euch geehrt, denn es erwartet euch das weltgrandioseste Klo wos je hetts gits.
Was der Federer im Tennis, Ferrari bei den Autos, Kate Winslet bei den Frauen, Firefox bei den Browsern, Absinth-Pralinées bei der Schokolade, Max Tschuy bei den Köchen, und Singapore Sling bei den Drinks ist, ist das DIE Toilette von allen Toiletten dieser Welt.

Es fängt schon imposant beim Betreten der Räumlichkeiten an.
Kaum die Türe geöffnet, eröffnet sich ebenfalls der Klodeckel voll automatisch für den Gast (Von dem her wäre es vielleicht eher der Lamborghini als der Ferrari der Toiletten). Fast schon ein bisschen verängstigt durch diesen Vollautomismus, wagte ich mich trotzdem ganz sachte auf den WC-Ring zu setzen.
Hier die erste angenehme Überraschung: der WC-Ring war auf eine sehr kuschelige Temperatur geheizt!
Ich erledigte mein Geschäft. Hier konnte die Schüssel keinen sonderlich grossen Beitrag leisten dazu. Kann man ihr nicht vorwerfen finde ich.
Gut, sie hätte mich eigentlich bereits beim Hereinkommen fragen können "Guten Tag Herr Tschuy, welches Geschäft gibt es heute für sie zu erledigen?"

Nachdem ich fertig gesch... ,pardon, also fertig war, fielen mir die zahlreichen Knöpfe rechts von mir auf. Ein Knopf ist dazu da gedrückt zu werden. Ich betätigte etwas skeptisch "Rear Cleansing". Ich fiel fast von der Toilette, so sehr bin ich erschrocken als plötzlich ein Wasserstrahl anfing mein Hintern zu bespritzen. Sehr gezielt muss man sagen, aber doch so hart, dass es mir die "Afterworld" ein bisschen zur Hölle machte. So drückte ich schnell auf "Rear Cleansing Soft" und mein Fuddi wurde regelrecht sauber-massiert.
Ich spielte dann ein wenig an den Knöpfen rum, änderte die Position und die Stärke des Strahls und beendete das ganze abrupt mit "STOP"!
Gleich dort wo die Spüle gekennzeichnet war, entdeckte ich eine ganze Palette anderer Knöpfe. Einer, damit sich die Toilette von selbst reinigt, ein paar andere um sämtliche Türen, Ringe und Deckel automatisch zu öffnen und zu schliessen und das Highlight zum Schluss: ein Arschföhn!
Mein Babyhaft-sauberes Popo wurde also zu guter Letzt noch trocken geblasen.
Noch nie habe ich eine Toilette so zufrieden verlassen.
Zwei kleine Goodies hätte ich aber noch für die Fabrikanten dieser Wundermaschine. Es sollte noch einen Knopf geben, der ein Schuss Babypuder abfeuert, für alle diejenigen die unter dem Wolf leiden.
Und zum Abschied könnte das WC Adieu sagen:
"Auf Wiedersehen Herr Tschuy, bescheissen sie uns bald wieder!"
PS: Für die Insider unter euch:
und gerade nach Shanghai habe ich vergessen meine WC-Ente mitzunehmen. Das wird sie mir wohl nie verzeihen. :-(
Aber zuerst möchte ich euch noch diejenige welche vorstellen, die mich in dieser Stadt beherbergt und herumgeführt hat.
Applaus füüüüüüüüüüür: Isabel Götz!!!
Ja, ist schon so, ich suche immer die besten Bilder der Hauptdarsteller aus für "Helvetia blogs Konfuzius".So, und nun zum Haupthema.
Definitiv empfehle ich euch eine Reise nach Shanghai. Aber dann müsst ihr in den Flaschenöffner. Ins Park Hyatt Hotel. Und dört geht ihr in die Bar. Trinkt etwas das harndrangbeschwörend ist. Und danach müsst ihr mal.
Wehrt euch nicht. Nein, fühlt euch geehrt, denn es erwartet euch das weltgrandioseste Klo wos je hetts gits.
Was der Federer im Tennis, Ferrari bei den Autos, Kate Winslet bei den Frauen, Firefox bei den Browsern, Absinth-Pralinées bei der Schokolade, Max Tschuy bei den Köchen, und Singapore Sling bei den Drinks ist, ist das DIE Toilette von allen Toiletten dieser Welt.

Es fängt schon imposant beim Betreten der Räumlichkeiten an.
Kaum die Türe geöffnet, eröffnet sich ebenfalls der Klodeckel voll automatisch für den Gast (Von dem her wäre es vielleicht eher der Lamborghini als der Ferrari der Toiletten). Fast schon ein bisschen verängstigt durch diesen Vollautomismus, wagte ich mich trotzdem ganz sachte auf den WC-Ring zu setzen.
Hier die erste angenehme Überraschung: der WC-Ring war auf eine sehr kuschelige Temperatur geheizt!
Ich erledigte mein Geschäft. Hier konnte die Schüssel keinen sonderlich grossen Beitrag leisten dazu. Kann man ihr nicht vorwerfen finde ich.
Gut, sie hätte mich eigentlich bereits beim Hereinkommen fragen können "Guten Tag Herr Tschuy, welches Geschäft gibt es heute für sie zu erledigen?"

Nachdem ich fertig gesch... ,pardon, also fertig war, fielen mir die zahlreichen Knöpfe rechts von mir auf. Ein Knopf ist dazu da gedrückt zu werden. Ich betätigte etwas skeptisch "Rear Cleansing". Ich fiel fast von der Toilette, so sehr bin ich erschrocken als plötzlich ein Wasserstrahl anfing mein Hintern zu bespritzen. Sehr gezielt muss man sagen, aber doch so hart, dass es mir die "Afterworld" ein bisschen zur Hölle machte. So drückte ich schnell auf "Rear Cleansing Soft" und mein Fuddi wurde regelrecht sauber-massiert.
Ich spielte dann ein wenig an den Knöpfen rum, änderte die Position und die Stärke des Strahls und beendete das ganze abrupt mit "STOP"!
Gleich dort wo die Spüle gekennzeichnet war, entdeckte ich eine ganze Palette anderer Knöpfe. Einer, damit sich die Toilette von selbst reinigt, ein paar andere um sämtliche Türen, Ringe und Deckel automatisch zu öffnen und zu schliessen und das Highlight zum Schluss: ein Arschföhn!
Mein Babyhaft-sauberes Popo wurde also zu guter Letzt noch trocken geblasen.
Noch nie habe ich eine Toilette so zufrieden verlassen.
Zwei kleine Goodies hätte ich aber noch für die Fabrikanten dieser Wundermaschine. Es sollte noch einen Knopf geben, der ein Schuss Babypuder abfeuert, für alle diejenigen die unter dem Wolf leiden.
Und zum Abschied könnte das WC Adieu sagen:
"Auf Wiedersehen Herr Tschuy, bescheissen sie uns bald wieder!"
PS: Für die Insider unter euch:
und gerade nach Shanghai habe ich vergessen meine WC-Ente mitzunehmen. Das wird sie mir wohl nie verzeihen. :-(
Mittwoch, 7. April 2010
Shanghai Sling
Shanghai.
Wer kennt sie nicht. Die Stadt der Zukunft. Die Sim-City der Realität. Am Puls der Neuzeit, dort wird das Morgen erschaffen.
So sagt man jedenfalls…
Demnach hoch waren die Erwartungen meinerseits.
Diese wurden zwar nicht erfüllt, aber die Enttäuschung blieb auch aus.
Dafür gibt es sogar einen Sündenbock, oder eher eine Sündenziege und die heisst Hong Kong.
Aber mal schön der Reihe nach.

Von Anfang bis Schluss gab es da vor allem etwas: ganz viele Chinesen.
Gerade bei den Hauptattraktionen, wie zum Beispiel bei der Promenade „The Bund“ die sich vor der Skyline durchzieht, oder an der Einkaufsmeile der Nanjing-Road, musste man sich durch aber-tausende Chinesen und Verhältnismässig nur ein paar Bleichgesichter durchkämpfen. Das ganze etwa vergleichbar mit dem Gedränge Samstagabends am Gurtenfestival vor den Toiletten.
Dieser Menschenandrang hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass Shanghai endlich ihre unzähligen Baustellen loswurde und nun in neuem Glanz erstrahlt. Denn in 4 Wochen öffnen sich die Tore zur Welt-Ausstellung Expo 2010, wo natürlich noch jeder Makel ausgebügelt werden musste dafür.
So klafft auch die Kluft zwischen Glanz und Dreck noch massiver, als man es zum Beispiel in Peking findet.
Je nachdem biegt man bei einem aufgetürmten, modernen Glascontainer um die Ecke und findet sich in einer Markstrasse wieder, wo Frösche und Schildkröten im Netz, Enten mit zusammengebundenen Füssen und unter Platzmangel leidende Fische verkauft werden.

Am eindrücklichsten jedoch; der Flaschenöffner.
Zur Abwechslung hat das nichts mit Alkohol zu tun.
Hier geht es um Architektur.
Mitten auf Pudong, in eben dieser weltberühmten Skyline, befindet sich das World Financial Center, welches aussieht wie der Flaschenöffner, der an der letzten Grillparty im Garten verloren ging.
Und auf dieses Ding kann man rauf. Ganz rauf. Bis in den 100. Stock. Auf sage und schreibe 474 Meter.
Nach gewohnter Science-Fiction-Manier wird man per Lift in diese Schwindelerregende Höhe gebeamt und mit einer unnachahmlichen Aussicht Belohnt.
Nebst diesem Highlight gab es dazwischen auch noch Schädel in der Suppe, Massagebrillen und eine Pink angehauchter Frühlingsraketten-Turm.
Shanghai ist schön. Peking ist schöner.
Wer kennt sie nicht. Die Stadt der Zukunft. Die Sim-City der Realität. Am Puls der Neuzeit, dort wird das Morgen erschaffen.
So sagt man jedenfalls…
Demnach hoch waren die Erwartungen meinerseits.
Diese wurden zwar nicht erfüllt, aber die Enttäuschung blieb auch aus.
Dafür gibt es sogar einen Sündenbock, oder eher eine Sündenziege und die heisst Hong Kong.
Aber mal schön der Reihe nach.
Von Anfang bis Schluss gab es da vor allem etwas: ganz viele Chinesen.
Gerade bei den Hauptattraktionen, wie zum Beispiel bei der Promenade „The Bund“ die sich vor der Skyline durchzieht, oder an der Einkaufsmeile der Nanjing-Road, musste man sich durch aber-tausende Chinesen und Verhältnismässig nur ein paar Bleichgesichter durchkämpfen. Das ganze etwa vergleichbar mit dem Gedränge Samstagabends am Gurtenfestival vor den Toiletten.
Dieser Menschenandrang hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass Shanghai endlich ihre unzähligen Baustellen loswurde und nun in neuem Glanz erstrahlt. Denn in 4 Wochen öffnen sich die Tore zur Welt-Ausstellung Expo 2010, wo natürlich noch jeder Makel ausgebügelt werden musste dafür.
So klafft auch die Kluft zwischen Glanz und Dreck noch massiver, als man es zum Beispiel in Peking findet.
Je nachdem biegt man bei einem aufgetürmten, modernen Glascontainer um die Ecke und findet sich in einer Markstrasse wieder, wo Frösche und Schildkröten im Netz, Enten mit zusammengebundenen Füssen und unter Platzmangel leidende Fische verkauft werden.
Am eindrücklichsten jedoch; der Flaschenöffner.
Zur Abwechslung hat das nichts mit Alkohol zu tun.
Hier geht es um Architektur.
Mitten auf Pudong, in eben dieser weltberühmten Skyline, befindet sich das World Financial Center, welches aussieht wie der Flaschenöffner, der an der letzten Grillparty im Garten verloren ging.
Und auf dieses Ding kann man rauf. Ganz rauf. Bis in den 100. Stock. Auf sage und schreibe 474 Meter.
Nach gewohnter Science-Fiction-Manier wird man per Lift in diese Schwindelerregende Höhe gebeamt und mit einer unnachahmlichen Aussicht Belohnt.
Nebst diesem Highlight gab es dazwischen auch noch Schädel in der Suppe, Massagebrillen und eine Pink angehauchter Frühlingsraketten-Turm.
Shanghai ist schön. Peking ist schöner.
Irgendwie fühlte ich mich einer schönen Fassade ausgesetzt, die gerade neu gestrichen wurde, aber mit billiger Farbe, die an manchen Ecken schon beginnt abzublättern.
Obwohl in manchen Teilen der Stadt vorhanden, so zum Beispiel in der Flanierzone „Xin tian di“, oder im Künstlerviertel, vermisste ich insbesondere den Charme.
Eigentlich habe ich mir Shanghai jeweils so vorgestellt wie Hong Kong, und bin jetzt umso mehr überrascht, dass sich Hong Kong eigentlich selber übertroffen hat und Shanghai immer noch versucht sich selber zu übertreffen.
Aber Shanghai ist definitiv einen Besuch wert. Schon nur für ihre Toiletten.
Ja, in Shanghai sitzt es sich gut auf den WCs. So gut, dass es dafür einen eigenen Blog-Eintrag geben muss. Kommt Zeit, kommt Blog.
Ich muss mal… später auf diesem Kanal.
Obwohl in manchen Teilen der Stadt vorhanden, so zum Beispiel in der Flanierzone „Xin tian di“, oder im Künstlerviertel, vermisste ich insbesondere den Charme.
Eigentlich habe ich mir Shanghai jeweils so vorgestellt wie Hong Kong, und bin jetzt umso mehr überrascht, dass sich Hong Kong eigentlich selber übertroffen hat und Shanghai immer noch versucht sich selber zu übertreffen.
Aber Shanghai ist definitiv einen Besuch wert. Schon nur für ihre Toiletten.
Ja, in Shanghai sitzt es sich gut auf den WCs. So gut, dass es dafür einen eigenen Blog-Eintrag geben muss. Kommt Zeit, kommt Blog.
Ich muss mal… später auf diesem Kanal.
Freitag, 2. April 2010
Im Osternest: Shanghai!
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